Erschließung C-Akten

Digitalisierung und Erschließung des Nachlasses von Johann Michael Kratz: C-Akten

 

Die geplante Sicherung und Erschließung des Materials, insbesondere ist auch eine Digitalisierung vorgesehen, hat zum Ziel, den kulturelle und historischen Wert der C-Akten herauszuarbeiten und sie sowohl der Wissenschaft als auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In einem von der VGH-Stiftung mit €30.000 geförderten Projekt, in dessen Rahmen sich seit dem 1. März 2018 ein wissenschaftlicher Mitarbeiter um die Erschließung und Verzeichnung der Akten kümmert.

Ein erster Schritt, um diesen einzigartigen Überlieferungspool zu erschließen, wurde bereits 2017 gemacht: Mit Hilfe von Erträgen einer privaten Stiftung zugunsten der Dombibliothek, die von der BürgerStiftung Hildesheim verwaltet wird, wurden kurzzeitig zwei studentische Mitarbeiter eingestellt. Sie nahmen systematische Stichproben im Bestand der C-Akten vor.

 

Dr. Thomas Scharf-Wrede (Direktor des Bistumsarchivs), Michael Heinrich Schormann (stellvertretender Geschäftsführer der VGH-Stiftung), Weihbischof Heinz-Günter Bongartz (Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators), PD Dr. Monika Suchan (Direktorin der Dombibliothek) und Philipp Heil (wissenschaftliche Mitarbeiter der Dombibliothek). (© Bauerfeld/bph)

 

Der "C-Akten" sind die ungefähr 2000 Mappen des handschriftlichen Nachlasses von Johann Michael Kratz (1807 - 1885). Die Mappen beinhalten, was der Hildesheimer Historiker und Bibliothekar über mehrere Jahrzehnte zusammengetragen, abgeschrieben und aufgearbeitet hat. Sie sind seit Jahren als eine einzigartige Quelle zur Regionalgeschichte der Stadt, der Region und des Bistums bekannt. Ihre zeitlichen Schwerpunkte liegen in der Zeit des 16. bis 18. Jh. Vieles, was Kratz abschrieb oder auswertete, ist heute verloren, so dass seine Stücke vielfach den Quellenwert von Originalen besitzen.

Die von den Studenten in den C-Akten erhobenen Daten bestätigten deren kulturhistorischen Wert. Zugleich trugen sie dazu bei, um den Antrag für das neue Projekt zu stellen, das über diesen einzelnen Bestand hinaus auf die Gesamtüberlieferung zielt. Der aus den bewilligten Mitteln eingestellte wissenschaftliche Mitarbeiter wird die Erschließung und Verzeichnung aller dazugehörigen Bestände vorantreiben, damit sie mittelfristig sowohl der Wissenschaft als auch der Öffentlichkeit in angemessener Weise zugänglich sind.