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Veranstaltungen_
Walter Maas. buch | bild. Eine Ausstellung in der Dombibliothek
Hildesheim vom 22. Mai bis 19. April 1998.
Angeregt von der modernen Architektur des 1996 eingeweihten
Bibliotheksgebäudes und der 1200jährigen Geschichte
der Sammlung kommentierte der Glaskünstler Walter Maaß
mit seinen Mitteln Individualität und Kontextualität
der Bücher. Architektonischer Ausgangspunkt seiner Überlegungen
war die gebogene, hohe Glaswand des Lesesaals, die ihn vom Foyer
der Bibliothek abteilt. Diese Wand durchschnitt er durch ein
gegenläufiges Kreissegment von Glasstelen, die beide Bereiche
verband. Auf den Glasflächen waren Farbflächen nicht
aufgemalt, sondern als abgelöste „Häute“
aufgebracht. Einerseits griffen sie damit die Farbvorgaben der
Buchrücken des Lesesaals auf, ließen sie als materiale
Zitate zwischen Lesesaal und Foyer schweben, gaben durch die
spezielle Form der Glasmalerei mit organisch anmutenden Farbtüchern
auch die Anregung die Buchform im Kontext lebendigen Materials
zu reflektieren. Die kreuzförmige Anordnung der Kreissegmente
ließ dahinter die zerbrochene und neu gestaltete geschlossene
Ursprungsform aufscheinen. Dadurch wurde auch der bibliothekarische
Anspruch ein Erdenrund abzuschreiten neu bestimmt.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog.
buch | bild. Eine Glasinstallation von Walter Maaß für
die Dombibliothek Hildesheim. Hildesheim: Schweiger und Pick,
1998. (€ 7,50)
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Axel Malik: Vom Schriftsinn
Autonomes Schreiben im Kontext der Tradition.
Ausstellung und Installation vom 13. Mai bis 30. Juni 2003 in
der Dombibliothek Hildesheim.
Axel Malik versteht sich nicht als Graphiker oder Kalligraph
sonder als Schreiber. Seine Schriftzeichen sind allerdings nicht
im Sinne konventioneller Zeichensysteme lesbar. Ihm geht es
um die konzentrierte Bewegung des Schreibens und der Schrift,
um eine, von einem lesbaren Inhalt und der Intention eines Schreibers
unabhängige Wahrhaftigkeit wiederzugewinnen. Angeregt von
einem Perlschrift-Manuskript des 13. Jahrhunderts in der Dombibliothek,
angeregt von der Sorgfalt und Mühsal der extrem kleinen
Schrift beschrieb Axel Malik in Jahresfrist eine 10 m lange
Schriftbahn, die zur Ausstellung im Lesesaal abgehängt
wurde. Während der normale Benutzerbetrieb weiterlief,
wurde der Arbeitsprozess an Computerbildschirmen im Lesesaal
als Video vorgeführt, seine Tagebücher lagen auf Arbeitsplätzen
auf, in eines der Studierzimmer wurden die Schreibgeräusche
übertragen. Durch die raumgreifende Schriftbahn und die
übrigen Installationen wurde der Anspruch der Bücher
wie die alltägliche Arbeit der Bibliotheksbenutzer unablässig
ebenso diskret wie nachhaltig durch unleserliche und doch mit
dem Anspruch von Authentizität auftretende Schriftzeichen
kommentiert.
Zur Ausstellung erschien der Werkkatalog.
Axel Malik. [Mit einem Vorwort von Burkhard Brunn]. Freiburg:
schwarz auf weiss, 2003. (€ 47.-)
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Ingeborg Ullrich. Im Zwischenraum:
Das Gedächtnis der Dinge. Malerbücher, Grafiken, Installation
Eine Ausstellung im Dom-Museum und der Dombibliothek Hildesheim
vom 4. Juni bis 5. September 2004.
Im Mittelpunkt der in der Dombibliothek ausgestellten Arbeiten
stand eine Installation von Buchobjekten, die in ihrer Form
aus Papier über Buchmodellen hergestellt worden waren.
Als „Gedächtnis der Dinge“ nahm die Installation
einen zentralen Raum in der Ausstellung ein und erscheint auch
im Titel. Als Ergebnis ausgedehnter Besuche in der Bibliothek
und ihren Altbestandsmagazinen zeigte Ingeborg Ullrich in den
Abformungen die Spuren, auch die Verletzungen an den Büchern,
ihre Individualität, die als Erinnerungsspuren auf den
Leser, Besitzer zurückverweisen. Die Bedeutung der Inhalte
der Bücher traten zurück gegenüber ihrem materialen
Anteil an der Tradierung von Schicksal. In Motiven des „Memento“,
in Anklängen auch an erbauliche Funktionen von Klosterarbeit
machte die Installation die Verbindung von Kulturgeschichte
und Lebensgeschichte sinnfällig. Im Zwischenraum der Regale,
zwischen den überlieferten, erhaltenen Büchern kommentierten
die Buchobjekte als Subtext die aktuelle Benutzung älterer
Bestände und die Arbeit der Leser an neuen Einsichten.
Zur Ausstellung erschien der Werkkatalog.
Ingeborg Ullrich. Im Zwischenraum : Das Gedächtnis der
Dinge, Briefobjekte. Künstlerbücher. Münsterschwarzach:
Vier Türme, 2004. (€ 19.-)
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gelöschtes gedächtnis
buchobjekte und erinnerungskulturen
gegen das digitale vergessen |
| Eine Austellung in der Dombibliothek Hildesheim
vom 20. Oktober bis 4. November 2005 |
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| In einem gemeinsamen Projekt in der Dombibliothek
Hildesheim untersuchten Studentinnen und Studenten des Fachbereichs
Gestaltung der HAWK im zweiten Semester Entwurfslehre die ganz
persönliche und die kollektive Bedeutung von Gedächtniskultur
unter den Bedingungen des digitalen Zeitalters. Geschichte als
Mittel der (Selbst-) Identifikation ebenso wie Authentizität
und Sinnlichkeit der Überlieferung wurden zum Thema für
künstlerische Objekte, die im Kontext einer alten Büchersammlung
präsentiert werden. |
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