Literarischer Abend mit Schriftsteller Andreas Maier
Im Rahmen des Aschermittwoch der Künstler
Aschermittwoch, 22. Februar 2012, 20 Uhr,
Dombibliothek, Domhof 30, 31134 Hildesheim
Andreas Maier wird seit seinem Romandebüt Wäldchestag, erschienen 2000, gern als Heimatdichter bezeichnet, der sich in einer zwischen Komik, Trauer und Ingrimm changierenden, an Thomas Bernhard und Arnold Stadler geschulten Sprache am unheilvollen Fortschritt in der Umwelt der Provinz abarbeitet. Diese Heimat ist die Wetterau, die ihn bereits 2001 mit ihrem Kulturpreis auszeichnete.
Andreas Maier wurde 1967 in Bad Nauheim geboren und studierte in Frankfurt am Main, wo er 2002 über die Prosa von Thomas Bernhard promovierte. Seither wurde er fast im Jahresrhythmus mit Auszeichnungen bedacht, darunter ein Stipendium der Villa Massimo in Rom und die Berufung zu den Frankfurter Poetikvorlesungen, die 2006 als Buch erschienen. Zuletzt erhielt er 2010 den Braunschweiger Wilhelm Raabe-Literaturpreis.
Bekannt wurde vor allem sein 2010 erschienener, deutlich autobiographisch gestimmter Roman Das Zimmer, im folgender Jahr fortgesetzt von dem Roman Das Haus. Beide sind Teil einer großangelegten Romanfolge, die mit dem Begriff der „Ortsumgehung“, ebenso konkret wie metaphorisch, autobiographische Nähe und umschreibende Distanz erfasst. Im geographischen Mittelpunkt solcher „Ortsumgehung“ liegt ein vom vermeintlichen zivilisatorischen Fortschritt abgedrängter Mikrokosmos.
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